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| Es wird bestimmt schon der eine oder andere von uns etwas darüber gehört haben, dass man seinen PC auch mit Wasser kühlen kann. Das mag auf den ersten Blick riskant klingen, Wasser im PC zu haben. Aber ich kann versichern, dank der heutigen Technik und ein bisschen Know-how ist eine Wasserkühlung absolut sicher. |
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| Wie funktioniert eine Wasserkühlung eigentlich? |
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| Über das physikalische Kühlprinzip einer Wasserkühlung könnte ich hier jetzt ellenlange Texte schreiben, doch das soll nicht das Ziel meines Artikels sein. Ziel soll sein, das Medium Wasserkühlung meinen Lesern näher zu bringen. Eine Wasserkühlung funktioniert im Allgemeinen so: Eine Pumpe hält die Wasserzirkulation aufrecht, ein Radiator führt die gesamte Abwärme aller gekühlten Komponenten an die Umgebungsluft ab, und schlussendlich die kleinen Kühler, die an den zu kühlenden Komponenten angebracht werden. Die Palette an verschiedenen Kühlern für verschiedene Anwendungen ist breit gefächert und reicht von Basiskühlern für Prozessor oder Grafikkarte bis hin zu Profikühlern für Spannungswandler oder Northbridge (Mainboard-Chipsatz). Es gibt auch noch so genannte Ausgleichsbehälter, die etwas höher als die Pumpe angebracht werden und so das Einfüllen sehr erleichtern. Eine durchschnittliche Wasserkühlung besitzt einen Ausgleichsbehälter, eine Pumpe, einen Prozessorkühler, einen Grafikkartenkühler und
einen Radiator. Wie gut eine Wasserkühlung im Endeffekt kühlt, hängt im Wesentlichen von diesen Dingen ab: Die Größe des Radiators, die Anzahl der Lüfter am Radiator (es gibt auch passive Radiatoren, sprich ohne Lüfter), der Druck mit dem die Pumpe das Wasser durch den Kühlkreislauf presst, sowie die verwendeten Kühler. |
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| Der Radiator: |
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| Der Radiator ist wohl das wichtigste Element in einer Wasserkühlung, denn er schafft die Abwärme des Systems an die Umgebungsluft. Mittlerweile gibt es verschiedene Arten von Radiatoren: Große, Passive Kühler, die meist an den Gehäusewänden angebracht werden, alleine reichen diese jedoch selten aus um ein voll ausgelastetes System anständig zu kühlen. Deswegen gibt es auch aktive Radiatoren, diese saugen mit Hilfe von einem oder mehreren Lüftern die Luft durch den Radiator und garantieren so eine bessere Wärmeabfuhr. Am gebräuchlichsten sind so genannte „Single“ (mit einem Lüfter), „Double“ (zwei Lüfter) und „Triple“ (mit drei Lüftern) Radiatoren, mit einer Lüftergröße von 120x120mm oder in manchen Fällen auch 80x80mm. Bei Radiatoren gilt: je größer und je mehr Lüfter, desto bessere Kühlleistung. Natürlich kann man auch mehrere Radiatoren in einem System verwenden, zum Beispiel einen Passiven und einen aktiven bei dem man nur bei Bedarf die Lüfter zuschält. |
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| Die Pumpe: |
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| Auch von der Pumpe hängt ein Großteil der erreichten Kühlleistung ab. Je höher der Druck bei einer Pumpe ist, desto besser wird die Kühlleistung im Endeffekt sein (entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass die Fördermenge in L/h der ausschlaggebende Punkt bei der Pumpe ist!) |
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| Die Kühler: |
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| Auch darf man die verwendeten Kühler nicht außer Acht lassen, denn auch von ihnen hängt die Kühlleistung sehr stark ab. Es gibt mittlerweile viele Arten von Kühlern, zum Beispiel wäre der so genannte „Düsenkühler“, den es in verschiedenen Ausführungen zum Beispiel für Prozessoren gibt. Man darf allerdings nicht außer Acht lassen, dass ein jeder zusätzlicher Kühler den Durchflusswiderstand im System erhöht – vor allem die Düsenkühler bremsen den Durchfluss sehr! Es gibt Kühler für die meisten Grafikkarten, die meisten Prozessoren, und die meisten Mainboardchipsätze (Northbridges). Mittlerweile gibt es sogar Wassergekühlte Netzteile, von denen allerdings eher Abzuraten ist (persönliche Meinung). Auch gibt es schon Kühler für die Spannungswandler am Mainboard, allerdings nicht viele verschiedene Ausführungen, aber die sind sowieso nur etwas für Hardcorefreaks und Overclocker. |
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| Ausgleichsbehälter: |
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| Der Ausgleichsbehälter hat nur einen Zweck: Das einfache Befüllen der Wasserkühlung zu ermöglichen und die Luft aus dem System zu schaffen. Es gibt sie in der verschiedensten Ausführungen und Größen. Welchen man verwendet ist Geschmackssache, da der Ausgleichsbehälter nicht zur Kühlleistung beiträgt. Der Ausgleichbehälter wird einfach höher als die Pumpe angebracht und mit dem Ansaugeingang der Pumpe verbunden. |
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| Schläuche: |
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| Es gibt (meines Wissens) zwei verschiedene Arten von Schläuchen: PUR und PVC Schlauch. Beide haben Vor- aber auch Nachteile. Der PVC Schlauch beispielsweise ist flexibel und nicht anfällig gegen Brüche, allerdings knickt er sehr leicht ab und behindert so den Durchfluss. Der PUR Schlauch hingegen ist starrer, nicht so flexibel wie der PVC Schlauch und knickt daher auch nicht so leicht ab. Bleibt ein PUR Schlauch allerdings über längere Zeit abgeknickt, können sich Risse bilden und der Schlauch bricht dann und es kommt zum Wasseraustritt! Beide Arten von Schläuchen gibt es in den verschiedensten Farben, sowohl UV-aktiv (fluoreszierend, leuchten unter UV-Strahlung oder Schwarzlicht) als auch in „normaler“ Farbe. |
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| Wasserzusätze: |
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| Es sind verschiedene Wasserzusätze für eine Wasserkühlung erhältlich. Grundsätzlich sollte man destilliertes Wasser mit Wärmeträgerkonzentrat verwenden, besonders dann wenn man Kupfer und Aluminium Kühler in einem System gemeinsam verwendet. Es gibt auch Wasserzusätze, die das Wasser fluoreszierend machen, allerdings rate ich von diesen ab da sie oftmals nach längerer Betriebeszeit Flocken bilden könnten und so die engen Kühler verstopfen könnten. |
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| Zubehör: |
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| Für eine Wasserkühlung gibt es allerlei (mehr oder weniger) nützliches Zubehör. Das nützlichste Zubehör, das man auf jeden Fall kaufen sollte ist ein Durchflussmesser (es gibt elektronische und mechanische Ausführen, wobei ich persönlich die Mechanische Variante bevorzuge) und eventuell ein Wasserthermometer um die Wassertemperatur im Auge zu haben. Es gibt allerdings auch schon komplett nutzloses Zubehör, wie zum Beispiel eine Wärmeplatte für Kaffeetassen, die wohl keinen Sinn macht, da die Wassertemperatur nicht viel über 35-40°C unter Volllast steigen sollte, und wer möchte schon lauwarmen Kaffee trinken? |
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| Pro-Wasserkühlung: |
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- Viel höhere Kühlleistung als konventionelle Luftkühlung
- Tolles Design
- Hat nicht jeder
- Kann sehr viel leiser als eine Luftkühlung sein (bis lautlos!)
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| Contra-Wasserkühlung: |
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- relativ teuer (ein brauchbares System bekommt man ab 300€)
- Für Einsteiger eventuell schwieriger Einbau
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| Anlaufstellen: |
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| www.watercooling.de |
| www.pc-forum.de |
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| Kontakt Autor: |
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| admin@greatstuff.at |
| GreatStuff.at - Forum |
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